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GOTS-Kongress 2006

Kongress der deutschen Sportorthopäden in München

Zur Weltmeisterschaft dominiert das Thema Fußball – Immer mehr schwierige Verletzungen durch Racketsportarten

Zwanzig Jahre besteht die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft. Da bot es sich an, Fußball zum Schwerpunkt des Kongresses vom 12. bis 14. Mai in München-Großhadern zu wählen. Unterstützt werden die deutschen Sportorthopäden dabei vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft, das ein Symposium „Prävention und Rehabilitation im Fußball“ während des GOTS-Kongresses organisiert. Es werden die neuesten Ergebnisse der Präventionsforschung präsentiert, aber auch Themen wie „Verletzungen und Überlastungsschäden beim Fußball“, Fußballverletzungen im Schulsport“, „Physiotherapeutische Betreuung der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft“ oder „Internistische und leistungsphysiologische Aspekte beim Fußball“.

Ein neues Thema bei diesem Kongress sind die Verletzungen von Hand und Ellenbogen, die durch die rasante Verbreitung von Racketsportarten, aber auch durch die Sportart Klettern eine noch nie da gewesene Spezialisierung in der Behandlung erfordern. Höhepunkt des Kongresses stellt die Ehrung des „Sportarztes des Jahres“ dar. In diesem Jahr wurde Dr. Bernd Dörr aus dem saarländischen Merchweiler auserkoren, der seit vielen Jahren die Nationalmannschaft der Gewichtheber mit unglaublichem Engagement betreut, obwohl er unter einem körperlichen Handicap leidet.

Sechs Jahre führte Privatdozent Dr. Martin Engelhardt, der sich im Juli vom Städtischen Klinikum Bielefeld in das Ortho-Zentrum nach München verändern wird, die Gesellschaft der Orthopädisch-Traumatologischen Sportmedizin. Jetzt kann der Olympiaarzt – so bestimmt es die Satzung der GOTS – nicht wieder kandidieren. Am Freitag, 12. Mai 2006, wird die Mitgliederversammlung einen neuen Präsidenten wählen. Favorit ist Professor Dr. Dieter Kohn aus Homburg/Saar.

Der Ehrengast des GOTS-Kongress 2006 kommt aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Es ist Professor Dr. Scott Dye aus San Francisco, der am Department of Orthopaedic Surgery, California Pacific Medical Center, lehrt. Er wird am Samstag zum Thema „Patellafemorale Problematik“ referieren.

Es gehört zur Tradition der GOTS, den Austausch mit Kollegen aus anderen Kontinenten zu pflegen. Bestes Beispiel dafür ist das GOTS-Asien-Fellowship, bei dem vier junge Orthopäden aus dem Fernen Osten nach Deutschland, in die Schweiz und nach Österreich kommen. Im Gegenzug reisen vier Deutsche, Schweizer und Österreicher nach Japan und Korea, wo sie die Arbeitsbedingungen der dort tätigen Orthopäden kennen lernen. Die Fellows des Jahres 2006 sind Dr. Catharina Chiari-Grisar aus Wien, Dr. Andreas Behra aus Hannover, Dr. Arno Frigg und Dr. André Leumann aus Basel.

Das GOTS-Manual „Sportverletzungen“ wird im Jubiläumsjahr der GOTS vom Elsevier-Verlag als umfassendes Lehrbuch herausgegeben. Mit dem Manual spricht die GOTS auch Fachärzte anderer Disziplinen sowie Sporttherapeuten, Physiotherapeuten, Trainer und Sportler an. Ihnen sollen die aktuellen Erkenntnisse der Sporttraumatologie kompetent und umfassend näher gebracht werden. Kern des Buches ist das Kapitel „Sportartspezifische Traumatologie“. Über vierzig Sportarten werden bezüglich Epidemiologie, typischer Sportverletzungen und deren Prophylaxe dargestellt. Das Buch überzeugt durch die übersichtliche Gliederung, didaktisch geschickte Aufbereitung des Stoffes und großzügige Bebilderung.

Zu ihrem Jubiläum hat die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin zudem eine Broschüre „20 Jahre GOTS“ erstellt, die zum Kongress ausgeliefert wird.

11. Mai 2006

Fachzeitschrift

Sports Orthopaedics and Traumatology SOT

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