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16. Kongreß mit Jubiläumsfeier und Gästen aus ganz Europa

Das neueste innovative Projekt: Zertifizierung der in der GOTS organisierten Mediziner

Als die Gründerväter der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) vor 15 Jahren ihre Organisation ins Leben riefen, wollten sie den Sportverletzten zu einer kompetenten und kompletten Versorgung verhelfen. Ihre Vorreiterarbeit ist aktueller denn je. Das haben die bisherigen 15 Kongresse der GOTS gezeigt und das bestätigt auch der diesjährige Jahreskongreß, der vom 28. Juni bis 1. Juli 2001 in München stattfindet.

Der Kongreß ist das Herzstück dieser Gesellschaft. Im Klinikum Großhadern treffen sich rund 600 Orthopäden, Chirurgen, niedergelassene Ärzte, Verbandsärzte, Masseure und Physiotherapeuten zum Gedankenaustausch. Die medizinische Welt wird zwar dort nicht neu erfunden, doch stellt man bei den vorgegebenen Hauptthemen zum einen den Stand der Wissenschaft im Überblick dar. Und zum anderen beschreiben und demonstrieren Forschergruppen neue Erkenntnisse oder Methoden und stellen sich den kritischen Fragen ihrer Kollegen. In diesem Jahr widmet sich der Kongreß besonders den „Kreuzband-verletzungen und ihrer Rehabilitation“, der „Autologen Chondrozyten-Implantation bei der Behandlung von Gelenkknorpelschäden“ und den „Modernen Möglichkeiten interdisziplinärer Therapiekonzeptionen im Leistungssport“. Die GOTS verfolgt bei ihrer Arbeit einen ganzheitlichen Ansatz: Ärztliche Maßnahmen, Rehabilitation, Orthopädie-Technik und Prävention sollen gleichzeitig umgesetzt werden. Schwächstes Glied in dieser Vierer-Kette ist die Prävention, die in der Praxis oft vernachlässigt wird.

Neuestes Ziel der GOTS ist die Zertifizierung der in der Gesellschaft organisierten Ärzte. Es soll eine „GOTS-Bibel“ als Standard aufgestellt werden, nach der die Sport-Orthopäden und Sportmediziner bei ihrer Arbeit vorgehen. Mit dem GOTS-Manual der Sporttraumatologie ist bereits eine Basis geschaffen worden. In diesem Handbuch werden die Verletzungen in den verschiedenen Sportarten und die damit verbundenen Fragestellungen und ihre Lösungen dargelegt. Dieses Manual soll weiterentwickelt werden und letztlich die Grundlage zur Zertifizierung der GOTS-Ärzteschaft sein.

Mit Leben haben in den zurückliegenden 15 Jahren die in der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin zusammengeschlossenen Personen ihre Organisation erfüllt. Das kleine Jubiläum feiern die rund 600 GOTS-Mitglieder im Rahmen eines Festabendes im Seehaus im Englischen Garten. Mit dabei sind erstmals auch die Kollegen der Efost, der Europäischen Schwestergesellschaft. „Nicht nur in der Politik, auch auf anderen Gebieten, muß Europa zusammenwachsen“, sagt GOTS-Präsident PD Dr. Martin Engelhardt aus Frankfurt am Main.

„Wir öffnen uns den europäischen Nachbar-Ländern und freuen uns, daß ihre medizinischen Vertreter an unserem Kongreß teilnehmen.“ Bei diesem einmaligen Austausch soll es nicht bleiben. Der GOTS-Jahreskongreß wird zwar weiterhin alljährlich organisiert werden, hinzu kommen aber Angebote aus dem europäischen Ausland.

Europa ist für die GOTS nicht die Grenze ihres Tätigkeitfeldes. Mit dem Tricodur-Asien-Fellowship, das von BSN medical ideell und finanziell unterstützt wird, hat sie ihren Aktionsradius auf einen anderen Kontinent ausgeweitet. Bei diesem Austauschprogramm von jungen, begabten Medizinern kommen in einem Jahr zwei koreanische und zwei japanische Kollegen zu einem vierwöchigen Aufenthalt nach Europa. Im darauf folgenden Jahr reisen zwei deutsche, ein Schweizer und ein österreichischer Mediziner nach Asien. Dr. Yu Mochizuki und Dr. Masato Takao aus Japan sowie Dr. Chul-Won Ha und Dr. Jin-Young Park aus Korea besuchen bereits seit knapp vier Wochen ihre Kollegen in den drei Ländern und werden zum Abschluß ihres Aufenthaltes in Europa beim GOTS-Kongreß Vorträge halten und eine Bilanz ihrer Erfahrungen ziehen.

Traditionell hat die GOTS wieder einen Ehrengast zu ihrem Kongreß eingeladen. Professor Dr. Werner Müller aus Basel gilt als einer der „Urväter“ der modernen Kniegelenkchirurgie.

Am Freitag wird zudem der mit 15 000 Mark dotierte Michael-Jäger-Preis zusammen mit der Firma Orthotech sowie der Posterpreis zusammen mit der Firma Sporlastic vergeben. Drei Kandidaten sind in die Endausscheidung zum Michael-Jäger-Preis gekommen. Nach ihren Vorträgen beim Kongreß, die ebenfalls in die Wertung eingehen, wird der Sieger des Wettbewerbs bestimmt und geehrt.

28. Juni 2001

Fachzeitschrift

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