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Triathlon – Dreikampf für den Körper

Sehr geehrte Damen und Herren,
Schwimmen, Radfahren, Laufen. Triathlon ist ein wahrer Dreikampf des Körpers gegen alle Widrigkeiten.

Diese Ausdauer-Sportart lässt viele Athleten an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit kommen. Aber genau darin liegt häufig der Reiz, gerade auch bei vielen Freizeitsportlern. Sich auspowern, etwas für Herz, Gefäße und die Muskeln tun.

Doch wie in allen anderen Sportarten gibt es auch bei diesem vielseitigen Sport ein Zuviel oder auch ein grundsätzlich falsch angelegtes Training. PD Dr. Thilo Hotfiel, Verbandsarzt der Deutschen Triathlon Union (DTU), berichtet im GOTS-November-Newsletter darüber, welche Verletzungen in welchen Disziplinen am häufigsten auftreten. Er nennt Ursachen und Auslöser von Traumata und Überlastungen.

Gleichzeitig widmet sich der Autor auch den so wichtigen Themen Regeneration, Erholung und Prävention. Und: er spricht das so wichtige Thema des unsachgemäßen Gebrauchs von Schmerzmitteln im Training und im Wettkampf an.

Viel Spaß beim Lesen.

Herzlichst,
Ihre Kathrin Reisinger, GOTS-Pressesprecherin (presse@gots.org)

Sportmedizin im Triathlon


© Pixabay

© Deutsche Triathlon Union, Fischer

Triathlon ist eine Ausdauer-Mehrkampfsportart mit den Teildisziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Im Vergleich zu anderen Mehrkampfsportarten werden die genannten Disziplinen in unmittelbarer Abfolge absolviert („Non-stop“, bzw. ohne Unterbrechung der Zeitnahme).

Triathlon – eine ideale Sportart?

Keine andere Ausdauersportart gestaltet sich so vielseitig und umfangreich wie der Triathlon. Durch verschiedenste Distanzen, die einer Belastungsdauer von unter einer Stunde bis zu mehreren Stunden entsprechen, können Sportler unterschiedlicher Leistungsklassen und konditioneller Fähigkeiten Triathlon betreiben. Die Motive zum Triathlon sind sehr vielseitig und die Spannbreite von Sportlern reicht dabei von Gesundheits- bis zu professionellen Hochleistungssportlern jeglichen Alters. Durch die Kombination der Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen eignet sich Triathlon ideal um den Bewegungsapparat und das Herz-Kreislaufsystem gleichermaßen zu belasten, bzw. zu trainieren und dabei sportspezifische Überlastungen vorzubeugen. Die Sportart stellt je nach Disziplin und Streckenlänge komplexe Ansprüche an die konditionelle, technische, taktische und mentale Leistungsfähigkeit des Athleten. Verwandte Sportarten des Triathlons sind der Paratriathlon (zum Teil technisch modifizierte Disziplinen), der Duathlon (Schwimmen und Radfahren), SwimRun, (Schwimmen und Laufen), Bike&Run, (Radfahren und Laufen) oder der Aquathlon.


Rennszenen eines olympischen Triathlons  © DTU, Fischer

Faszination Triathlon – von einer Exoten-Sportart zum Breitensport

Die Anzahl an aktiven Triathleten und ausgerichteten Wettkämpfe ist seit vielen Jahren weltweit steigend. Triathlon hat sich von einer Exoten-Sportart zu einer Olympischen Sportart entwickelt, die in den letzten 20-30 Jahren weltweit zunehmend an Popularität gewonnen hat und einen regelrechten Boom ausgelöst hat. Der wohl bekannteste und erste Triathlon der Langdistanz ist der Ironman auf Hawaii, erstmalig ausgetragen 1978. Der Ironman Hawaii findet unter schwierigen klimatischen Bedingungen statt und zählt zu den anspruchsvollsten Ironman-Triathlons der Welt. Das tropische Klima auf Hawaii mit Lufttemperaturen von ≥ 30° C, einer Luftfeuchtigkeit von ≥ 70-80 % und dazu Seitenwinden bis zu 70 km/h stellt die Athleten vor eine besondere Herausforderung. Dies führt unter anderem dazu, dass das Rennen insgesamt langsamer ist als einige andere Langdistanz-Rennen. Neben den Profis starten beim Ironman auf Hawaii auch die Altersklassen-Athleten (Age-Grouper), die ihren Startplatz ebenfalls meist hart erkämpfen müssen. Die Age-Grouper qualifizieren sich typischerweise über eine Altersklassen-Platzierung bei einem anderen Ironman- oder Half-Ironman Rennen.


© Deutsche Triathlon Union, Fischer

Paratriathlon unter Einbezug eines Rennrollstuhles

Seit dem Jahr 2000 ist der Triathlon eine olympische Disziplin („Olympische Distanz“). Bei der Olympischen Distanz wird nach 1,5 km Schwimmen für 40 km auf das Rad gewechselt und anschließend werden 10 km gelaufen (Tab. 1, Tab. 2). 2020 wird bei den olympischen Spielen in Tokio erstmalig ein Staffelwettbewerb ausgetragen (Mixed Team Relay, MTR). Die Staffel besteht aus einem geschlechtergemixten Team, dessen Athleten eine Supersprint-Distanz in festgelegter Reihenfolge nacheinander absolvieren müssen (Frau, Mann, Frau, Mann).

 
Schwimmen
Radfahren
Laufen
Schüler-Distanzen
50 m
1 km
200 m
Super-Sprint-Distanzen
100 m
200 m
400 m

2,5 km
5 km
10 km

400 m
1 km
2,5 km

Sprint-Distanzen
500 m
750 m

20 km
20 km

5 km
5 km

Kurz-Distanz
1,5 km
40 km
10 km
Mittel-Distanz
1,9 km
90 km
21,1 km
(Halb-Marathon)
Lang-Distanz
3,8 km
180 km
42,195 km
(Marathon)

Tab. 1: Überblick über die unterschiedlichen Distanzen im Triathlon (dtu-info.de)

Sprintdistanz
Volkstriathlon, Schnuppertriathlon, Hobbytriathlon

Kurzdistanz
Olympische Distanz

Mitteldistanz
70.3, Half-Ironman

Langdistanz
Ironman, 140.6

Tab. 2: Unterschiedliche Terminologie für die jeweiligen Renndistanzen

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) ist der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) allein zuständige und anerkannte Sportfachverband in Deutschland für Triathlon, Duathlon, Aquathlon und verwandte Multisportarten. Die grundsätzliche Verpflichtung der DTU besteht darin, den Triathlonsport in seinen verschiedenen Wettkampfformen, den Duathlon sowie abgewandelte Wettbewerbe des Ausdauermehrkampfs auf gemeinnütziger Grundlage zu fördern. Die DTU zählt derzeit knapp 60.000 Mitglieder mit rund 28.000 gültigen Startpässen.

Anforderungen und Belastungen

Die physischen und mentalen Anforderungen unterscheiden sich grundlegend von der ausgeführten Distanz und den Leistungsansprüchen des individuellen Sportlers. Auswertungen der Sprint- und Kurzdistanzen zeigen intervallartige Belastungsprofile, die neben der Ausdauerleistungsfähigkeit erhebliche Anforderungen an die Kraft- und Kraftausdauer, sowie Schnelligkeit eines Athleten stellen. Eine hervorragende Schwimmleistung, intervallartige Belastungsprofile beim Radfahren (Spitzenbelastungen über 1000 Watt über mehrere Sekunden) und Sprintfähigkeiten eines Mittelstreckenläufers sind erforderlich, um in den Sprint- und Kurzdistanzen auf nationaler und internationaler Ebene erfolgreich sein. In den Langdistanzen steht klassischerweise die Entwicklung der Langzeitausdauer im Vordergrund. Eine adäquate Steuerung der Flüssigkeits- und Energieaufnahme, sowie der Thermoregulation sind von enormer Bedeutung und können nicht nur über den Erfolg oder Misserfolg eines Wettkampfes entscheiden, sondern auch das Auftreten von akuten gesundheitlichen Problemen (z.B. Dehydratation, Elektrolytentgleisungen, Hyperthermie) beeinflussen.

Verletzungen im Triathlon – gibt es die überhaupt?


© DTU/ Fischer

Die Kombination der Sportarten Schwimmen, Radfahren, Laufen ist prinzipiell ideal um abwechslungsreich zu trainieren und überlastungsbedingte Verletzungen vorzubeugen. Was auf den Breitensportler zutreffen mag, gestaltet sich für den leistungsorientierten Triathleten jedoch schwierig. Durch hohe Belastungsumfänge in allen drei Disziplinen sind Athleten nicht weniger häufig von Verletzungen betroffen, als Athleten einzelner Sportarten (z.B. Läufer). Triathlon ist regelhaft mit hohen Belastungsumfängen im Trainings- und Wettkampfbetrieb verbunden. Es ist daher naheliegend, dass viele Verletzungen weitaus häufiger auf Überlastungen, als auf ein akutes traumatisches Ereignis zurückzuführen sind. Insgesamt werden repetitive und die Belastungsfähigkeit übersteigende Lasteinwirkungen, ggf. verbunden mit trainingstaktischen oder technischen Fehlern als Hauptursache für das Auftreten von Überlastungsverletzungen angesehen. Zu welchem Zeitpunkt und durch welche Auslöser beim einzelnen Individuum die Belastungsfähigkeit überschritten wird, hängt von multiplen Faktoren ab. Aus biomechanischer Sicht sollte eine mögliche funktionelle Kausalität einer Überlastungsverletzung berücksichtigt werden, die durch eine ungenügende Technik, oder muskuläre Ungleichgewichte/Insuffizienzen hervorgerufen werden kann.

Die allgemeine Verletzungsprävalenz unterscheidet sich auch hier von der Disziplin und von der ausgeführten Distanz. So ist insbesondere unter leistungsorientierten Freizeitsportlern das Risiko besonders hoch, sich während der Wettkampfvorbereitung auf eine Langdistanz eine überlastungsbedingte Verletzung zuzuziehen. Hinsichtlich der Disziplinverteilung stehen laufassoziierte Verletzungen im Vordergrund, gefolgt von Radfahren und Schwimmen. Bezogen auf die anatomische Region sind die unteren Extremitäten (Kniegelenk, Unterschenkel/Fuß) am häufigsten von Verletzungen betroffen.


© Hotfiel, Heiss / Radiologisches Institut, Uniklinik Erlangen

33 Jahre alte Leistungs-Triathletin mit zunehmendem Ruhe- und Belastungsschmerz in der linken Hüfte über einen Zeitraum von ca. drei Monaten. In der MRT kommt eine Grad III Stressreaktion im linken Schenkelhals mit Knochenmarködem in den T2-gewichteten Sequenzen (oben, weißer Pfeil) und korrespondierendem Signalabfall in den T1-gewichtenten Sequenzen (unten, weißer Pfeil) zur Darstellung.

Traumatische Verletzungen ereignen sich vor allem beim Radfahren. Stürze, Kollisionen und Unfälle im allgemeinen Straßenverkehr (Training) und im Wettkampfbetrieb (je nach Streckenprofil, Fahrweise, Witterung) reichen von leichten Weichteilverletzungen (Schürfungen und Prellungen) bis hin zu komplexen und vital bedrohlichen Verletzungsmustern. Neben den angesprochenen Verletzungen des muskuloskelettalen Systems müssen außerdem internistische Erkrankungen berücksichtigt werden, dessen Beurteilung ebenso komplexe Anforderungen an den Sportarzt stellen. Viele Freizeit- und Gesundheitssportler möchten den Sport unter bestehenden Grunderkrankungen (und ggf. eihergehender Dauermedikation) betreiben. Weiterhin können Sportler während des Trainings- und Wettkampfes von akuten internistischen Problemen oder akuter Verschlechterung einer Grunderkrankung betroffen sein, die je nach Infrastruktur von ärztlicher Seite beurteilt und therapiert werden müssen.

Warnung vor unsachgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln

Nicht nur im Triathlon und dessen verwandten Sportarten, sondern in vielen traditionellen Sportarten (Laufen, Fußball) ist die oftmals selbstindizierte Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) weit verbreitet. Sportler unterschiedlichster Leistungsklassen erhoffen sich Beschwerden zu lindern, das Auftreten von Schmerzen während der Sportausübung vermeiden zu können oder sogar die Erholung und Regeneration positiv beeinflussen zu können. Die Risiken der NSAR werden dagegen oft unterschätzt. Beispielsweise greifen die Mittel in komplexe Zusammenhänge des Nieren- oder Magen-Darm-Stoffwechsels ein. Unter intensiver körperlicher Belastung können sich unter dem Gebrauch erhebliche gesundheitliche Risiken einstellen. Verletzungen und Beschwerden und Schmerzen sollten von ärztlicher Seite abgeklärt werden und keinesfalls mit Hilfe von Medikamenten in Eigenregie therapiert werden. Sind Medikamente trotzdem notwendig, so sollten sie unter strenger Indikationsstellung, Abklärung des individuellen Risikoprofils und möglichst nur kurzfristig eingesetzt werden.

Prävention von Verletzungen

Überlastungsverletzungen können für betroffene Athleten mit sehr langen Ausfallzeiten verbunden sein oder je nach Entität sogar zum Karriereende führen. Vor allem im Leistungs- und Nachwuchsbereich ist auf eine individuelle Trainingsgestaltung unter Berücksichtigung einer athletenspezifischen Belastungs- und Regenerationsfähigkeit zu achten. Um zielgerichtete Empfehlungen zur Verletzungsprävention im Triathlon auszusprechen fehlen jedoch Beobachtungsstudien (follow-up Studien) mit genügend hoher Fallzahl und methodischer Qualität. Die Empfehlungen zur Verletzungsprophylaxe zeichnen sich daher durch einen empirischen Charakter aus oder leiten sich von allgemeingültigen und/oder disziplinspezifischen Erkenntnissen der drei Hauptsportarten ab.


© DTU, van Riemsdijk

Ein individuelles und gezieltes Krafttraining hat einen festen Bestandteil im Trainingsalltag von Triathleten eingenommen. Hohe Bedeutung hat die Qualität der Bewegungsausführung unter Einbezug funktionell wichtiger Muskelgruppen. Noch vor der Laststeigerung steht der Transfer in disziplinspezifische Bewegungsmuster im Vordergrund.

Akute traumatische Verletzungen können manchmal unvermeidlich sein. Trotzdem sollten immer solide Kenntnisse über das Streckenprofil einer Radstrecke erworben werden. Die Berücksichtigung der Straßen- und Witterungsverhältnisse und eine defensive Fahrweise insbesondere bei Trainingsausfahrten sind unabdingbar.


© DTU/Hotfiel, Fischer

Kernthema Regeneration und Erholung

Strategien zur Optimierung der Regeneration und Erholungsfähigkeit sind innerhalb der letzten Jahre zunehmend in den Vordergrund gerückt. Auch hier gilt, dass je nach Disziplin und Streckenlänge die Systeme des Körpers unterschiedlich beansprucht werden und unterschiedliche Zeitintervalle zur Erholung berücksichtigt werden müssen (Phänomen des Heterochronismus). In den Langdistanzen stehen vornehmlich Aspekte des Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Energiehaushaushalt im Vordergrund. Bedingt durch die Tatsache, dass die Triathleten bei den Olympischen Spielen 2020 wenige Tage nach der Absolvierung eines Olympischen Einzelrennens einen zweiten Wettkampf (Supersprintdistanz, Mixed Team Relay) absolvieren müssen, fällt ein weiterer Fokus der Regeneration auf den Muskelstoffwechsel (Prävention von überlastungsbedingten Muskelverletzungen, DOMS).


© Deutsche Triathlon Union/ Hotfiel, Kastner

Die Kaltwasserimmersionstherapie lässt sich insbesondere bei heißen Außentemperaturen als Mittel zur Kühlung, bzw. Prophylaxe einer belastungsinduzierten Hyperthermie und zur Optimierung der Muskelregeneration einsetzen. Je nach Infrastruktur stehen sie am Wettkampfort bereits zur Verfügung oder müssen organisiert, bzw. improvisiert werden.

Das Anstreben eines erholsamen Schlafes, einer gesunden Ernährung sowie Lebensweise, der Umgang mit psychischen Stressoren („mental health“) und die Prophylaxe von Infekten stellen weitere bedeutsame Säulen zur Förderung und Erhalt der Athletengesundheit dar. Allgemeine Aufklärungsarbeit zu diesen Themengebieten und auch zum Anti-Doping-Aspekt wird durch die Aus- und Fortbildungsprogramme der der Deutschen Triathlon Union bereits im Nachwuchsalter umgesetzt.


© Deutsche Triathlon Union/ Hotfiel

Der Autor

PD Dr. med. Thilo Hotfiel ist seit 2016 Verbandsarzt der Deutschen Triathlon Union (DTU). Neben der klinischen Tätigkeit als Assistenzarzt in der Abteilung für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie des Klinikums Osnabrück beschäftigt er sich wissenschaftlich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Muskel- und Sehnenverletzungen, sowie den physiologischen Mechanismen und Regulationen des Muskel- und Bindegewebsstoffwechsels. Er ist Vorstandsmitglied der GOTS und Mitglied im interdisziplinären „Muscle Research Center Erlangen“ (MURCE).


GOTS-Aktivitäten


© DTU,Hotfiel

Förderung der Aus- und Weiterbildung – „Danke GOTS“

Die GOTS setzt sich seit vielen Jahren aktiv für die Förderung des Nachwuchses ein. Neben den Ausbildungsprogrammen (GOTS Sportarzt, Masterstudiengang), internationalen Fellowships oder wissenschaftlichen Fördermöglichkeiten bieten viele GOTS-Mitglieder Hospitationsmöglichkeiten an. Cand. Med. Moritz Hüttel durfte als studentisches Mitglied der GOTS die sportmedizinische Betreuung der Sportart Triathlon unter PD Dr. Hotfiel und Dr. Grim (ltd. Verbandsarzt der DTU) näher kennenlernen. „Durch die GOTS durfte ich einmalige Eindrücke und Erfahrungen im Bereich der unmittelbaren Versorgung von Sportverletzungen sammeln. Die vermittelten Kenntnisse zu allen Aspekten der Athletenversorgung, des Anti-Dopings und Prävention haben mich für meine zukünftigen Aufgaben und Ziele gestärkt und meine Berufswahl mehr als bestätigt“, sagt cand med. Moritz Hüttel (2. v.l.)


GOTS-Kongress 2020

Berlin, ick liebe Dir – die GOTS zu Gast in der Hauptstadt

Liebe GOTS-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der Sportorthopädie und Sporttraumatologie!

Bereits zum zweiten Mal zieht es die GOTS nach Berlin, in eine Metropole, die wie keine andere für den Sport steht: als Ausrichter für sportliche Großereignisse, als Basis mehrerer professioneller Mannschaften, als Standort eines Olympiastützpunktes und als Heimat für zahlreiche sportbegeisterte Menschen.

Neben den förderlichen Aspekten für die Gesundheit sind jedoch auch die Schattenseiten des Sportes bekannt: Verletzungen, Überlastungsschäden und Doping. Ziel der Sportmedizin ist es, diese Schattenseiten zu bekämpfen. Aus diesem Grunde freue ich mich, sportmedizinisch interessierte Ärzte, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Orthopädietechniker und Studenten zum 35. Jahreskongress der GOTS vom 18. bis 19. Juni 2020 in Berlin zum interdisziplinären Austausch zu begrüßen.

Der Sommer 2020 wird durch drei wichtige Sportereignisse geprägt

1. die Fußballeuropameisterschaft, 2. die Olympischen Spiele und 3. die Paralympics in Tokio. Bei diesen Veranstaltungen werden auch den beteiligten Sportärzten und Therapeuten Höchstleistungen abverlangt. Der GOTS-Kongress kann hier als letztes „Vorbereitungs-Camp“ dienen. Aus diesem Grunde soll das Motto des Kongresses der Profi- und Hochleistungssport sein. Vor diesem Hintergrund sollen sportmedizinische Grundlagen, sporttraumatologische Diagnostik sowie konservative und operative Therapieverfahren präsentiert und diskutiert werden. Dabei geht es aber im Wesentlichen um die Frage, inwieweit der Breiten- und Freizeitsportler von den aus dem Profi- und Hochleistungssport gewonnenen Erkenntnissen profitiert. Vorstellen wollen wir hier die neuen olympischen Sportarten: Klettern, Surfen und Skateboarding.

Im Vordergrund stehen das Knie- und Sprunggelenk, da hier die häufigsten Verletzungen auftreten. Zu diesen Themenkomplexen haben wir als Gastgesellschaft die Deutsche Kniegesellschaft (DKG), die Deutsche Assoziation für Fußchirurgie und die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) eingeladen. Aber auch die anderen Teilbereiche der Sporttraumatologie sollen nicht zu kurz kommen: z.B. Schädel-Hirn-Trauma, Doping, Überlastungsschäden, Prävention, Leistungsdiagnostik etc. Für Abwechslung sollen verschiedene Sitzungsformate sorgen: Übersichtsvorträge, Diskussionsrunden, Fallvorstellungen, Instruktionskurse, „meet the experts“.
Operative und konservative Themen sollen ausgewogen behandelt werden. Die operativen Themen können im Rahmen von Live-Demonstrationen vertieft werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die eigenen operativen Fähigkeiten an virtuellen Arthroskopie-Einheiten zu trainieren.

Training zahlt sich nicht nur im Sport aus

Der konservative Teil wird durch ein mit hochkarätigen Referenten besetztes Symposium für Sportphysiotherapie sowie über Instruktionskurse abgebildet.
Eine Zwischenstellung nimmt die zwischenzeitlich vielfach diskutierte Stammzelltherapie ein. Hier soll die Frage beantwortet werden, ob diese Verfahren evidenzbasiert sind und inwieweit sie bereits Einzug in die klinische Praxis gefunden haben.

Auch die „Young Academy“ und die Assistenzärzte der GOTS werden wieder aktiv in die Kongressgestaltung eingebunden. Sie sollen die GOTS durch ihre Ideen bereichern aber gleichzeitig von den Erfahrungen der Älteren profitieren.
Abgerundet wird der Kongress durch den Pre Day, an dem spezielle Kursformate (Arthroskopie, Sonographie etc.) angeboten werden.

Wir hoffen, für alle sportorthopädisch–sporttraumatologisch interessierten Ärzte, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler und Studenten ein spannendes und abwechslungsreiches Kongressprogramm anzubieten und freuen uns, Sie mit dem gesamten GOTS-Team im Juni 2020 in Berlin willkommen zu heißen.

Prof. Dr. med. Wolf Petersen (Kongresspräsident)| PD Dr. med. Thore Zantop (Kongresssekretär)

Zum wissenschaftlichen Programm


GOTS-Aktivitäten

SAVE THE DATE: 23. GOTS-Treffen Österreich | 19. bis 21. März 2020 Hopfgarten im Brixental

Stabil und Mobil. Vom Rumpf zur Extremität

Themen • Sportverletzungen – Prävention, Diagnostik und Therapie

  • Ortho meets Trauma
  • Vorträge, Diskussionen, Workshops, Consensus

Location: SPORTRESORT HOHE SALVE
A-6361 Hopfgarten im Brixental, Meierhofgasse 26
E-Mail: event/hohesalve.at • www.hohesalve.at • Tel.: +43 5335 24 20-505

Medizinischer Ehrengast:
Prof. Dr. Thomas Tischer, Professor für Prävention am Bewegungsapparat,
Universität Rostock, Deutschland

Sportehrengast:
Marion Reiff, olympische Wasser- und Synchronspringerin

Wissenschaftliche Leitung
Priv.-Doz. Dr. Gerald Gruber, Priv.-Doz. Dr. Lukas Negrin

Eingereicht für

  • Diplom Sportmedizin der ÖÄK (Ärztesport)
  • DFP-Programm Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie
  • Fachspezifische Punkte nur für ÖÄK-Diplome

GOTS-Aktivitäten

Neues Buch von drei GOTS-Mitgliedern:
Prof. Martin Engelhardt (Osnabrück), Dr. Casper Grim (Osnabrück) und Prof. Stefan Nehrer (Krems)

Sie behandeln akute Knieverletzungen und unklare Knieschmerzen bei Leistungs- und Hobbysportlern? Mit diesem Buch haben Sie alle wichtigen Verletzungen, Fehlbelastungsfolgen und Überlastungsschäden rund um das Kniegelenk parat.

Leisten Sie erste Hilfe. Treffen Sie richtige Entscheidungen zur weiteren Belastbarkeit, Belastungsumstellung oder zum Belastungsabbruch. Erkennen Sie mögliche sportartspezifische Überlastungen oder Verletzungsrisiken im Vorfeld.

Neben Pathologie, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten erhalten Sie Anweisungen für die Nachbehandlung und den Wiedereinstieg in den Sport.


GOTS-Projekt DART

2 Jahre DART: rasante Entwicklung

Erst zwei Jahre am Start, und schon jetzt ist DART eines der weltweit größten webbasierten Register für Orthopädie und Unfallchirurgie. Wir sagen: ein Grund zur Freude!

Weiterlesen

Schultermodul optimiert

Im Schultermodul können Sie Arthroskopien jetzt noch detaillierter erfassen. Zum Beispiel mit der Schulterbeweglichkeit und klinischen Tests.

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DART-Fälle erfassen: Wie geht das?

Ganz einfach: per Online-Fragebogen. Einer für den Arzt, einer für den Patienten. Die Daten übermitteln Sie schnell und sicher über eine Schnittstelle zu Ihrer Praxissoftware.

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ESSKA Speciality Days 2019

Foot and Ankle (AFAS) – https://esska-specialitydays.org/afas-section-programme/

Knee (EKA) – https://esska-specialitydays.org/eka-section-programme/

Shoulder (ESA) – https://esska-specialitydays.org/esa-section-programme/

Sports Medicine (ESMA) – https://esska-specialitydays.org/esma-section-programme/

ESSKA offers a unique 4-in-1 model whereby you can register for one programme but attend sessions of all the Section programmes if you wish.


GOTS-Aufruf

Waren Sie als betreuender Arzt auf namhaften Sportveranstaltungen, haben Sie Neues von Ihren Symposien, Workshops, Veranstaltungen, aus Ihren Kommissionen oder gibt es neue bedeutende Publikationen von Ihnen? Dann freuen wir uns auf Zusendung von Texten und Fotos oder einfach nur Stichpunkten / Links dazu, um alles multimedial vermarkten zu können.

Die Adresse: presse@gots.org

Fachzeitschrift

Sports Orthopaedics and Traumatology SOT

Anleitung zur Einrichtung Ihres Online-Zugangs zum SOT Journal >

Sports Orthopaedics and Traumatology SOT - Call for paper

Sportmedizinische Fortbildung und Qualitätssicherung in Klinik und Praxis

Gegründet: 1984
Sprache: Deutsch und Englisch


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